Hostel
- 9. Juli 2015
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Auf dem Gelände der Sion-Church in Ojiwarongo befindet sich auch das Hostel der Gemeinde. 90 Kinder und Jugendliche wohnen dort. Die Schlafsäle sind nach Alter und Geschlecht getrennt, wobei bis zu 18 Kinder in einem Raum schlafen. Kleinere Kinder teilen sich auch durchaus ein Bett. Eigentlich sollten hier weniger Kinder wohnen, doch der Bedarf ist groß. Wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt, lehnt Hostelleiterin Adelheid die Aufnahme der Kinder nicht ab. Ein paar der Jungen und Mädchen sind Waisen, die meisten jedoch wohnen im Hostel, weil ihre Eltern auf weit entfernten Farmen arbeiten. Die Kinder sind hier gut versorgt und, was noch wichtiger ist, sie können zur Schule gehen. Immer am ersten Wochenende im Monat fahren die, für die dies möglich ist, nach Hause um ihre Eltern zu besuchen. Während wir das Hostel besichtigen kommt plötzlich Leben in das Gebäude. Von 10.00 Uhr bis 10.30 Uhr ist Pause in der Schule. Die Kinder kommen um eine Portion Melipapp zu essen und dann wieder in den Unterricht zu gehen. Danach spielen wir mit den Jüngeren und unterhalten uns mit den Erwachsenen. 6 Frauen arbeiten im Hostel. Sie kümmern sich ums Kochen, Waschen und Putzen und den vorbildlich angelegten Garten. Unterstützt werden sie von Markus und Natalia. Markus, der Leiter der Brassband, ist Mienenarbeiter und arbeitslo
s, seit seine Miene geschlossen hat. Bei handwerklichen Aufgaben packt er im Hostel gerne mit an. Natalia ist die Tochter von Hostelmitarbeiterin Lian. Sie selbst studiert, doch fasst sie immer mit an, wenn sie sie im Hostel ist. Heute verteilt sie das Frühstück. Auch die meisten Mitglieder des Jugendchores wohnen im Hostel. Mit ihnen würden wir gerne noch etwas arbeiten. Doch leider hat es wohl einen Übermittlungsfehler gegeben: Der Innenhof, welcher nicht ganz so groß ist, ist schon fertig gestrichen. Nun aber müssen die Außenwände renoviert werden. Das ist jedoch in drei Tage nicht zu schaffen, zumal zunächst die lose Farben entfernt und zahlreiche Risse gespachtelt werden müssen. So können wir lediglich die Farbe und das Werkzeug für das gesamte Gebäude kaufen. Anschließend posieren wir für Malerfotos, bevor wir die Zeit nutzen und zumindest eine Wand gemeinsam reinigen. Nicht ohne auch hier immer genügend Zeit für ein Gespräch zu suchen.

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