Solitaire
- 24. Juni 2015
- 2 Min. Lesezeit
Unser Weg von Windhoek nach Solitaire führt uns über die Landestypischen Schotterstraßen.
Die Bullis rappeln und ziehen eine dicke Staubwolke hinter sich her.
Die grüne Landschaft wandelt sich in Savanne, dann in Steppe bis sie nur noch von rotem Sand geprägt ist.
Wir entscheiden uns für die kürzere, aber steilere Strecke über den Spreetshoogte Pass.
Als wir den Pass überqueren bietet sich uns ein atemberaubendes Bild über die Namib.

Nach 4h erreichen wir Solitaire. Einen Ort mitten in der Wüste, der aus einer Tankstelle, einem Cafe und wenigen Unterkünften besteht. Mitten im Ort finden wir die Einfahrt zu unserer Gästefarm.
Ein Schild am Tor weist darauf hin, dass es von der Einfahrt bis zum Haus 6 km sind.
Namibia hat eben andere Dimensionen.
Und bald merken wir, dass wir nicht nur die Vegetation hinter uns gelassen haben, sondern auch den Lärm. Unglaubliche Stille umgibt uns, zum Schweigen schön.
Und währen wir dieses wunderbare Nichts verinnerlichen erschlägt uns der nächste Eindruck.
Die Sonne geht unter, binnen einer halben Stunde ist es dunkel und uns überspannt ein Sternenhimmel der so unbekannt klar und weit ist. Ja dies ist wahrlich ein besonderer Flecken Erde.
Heute wollen wir zum Soussusvlai. Es ist nicht weit, sagt unser Wirt.
Und tatsächlich, schon nach 2,5 Stunden haben wir den Namib Naukluft Park erreicht. Man gewöhnt sich an die Weite Namibias.
Die Dünen in Soussusvlai erreichen teilweise Höhen von 300 Metern und gehören damit zu den höchsten der Welt. Die Dünenkämme in diesem gigantischen Dünenmeer verlaufen von einem Scheitelpunkt aus sternförmig in verschiedene Richtungen, weshalb man auch von Sterndünen spricht.
Nachdem die Straßen für unsere Bullis nicht mehr passierbar sind, steigen wir in Jeeps um, die uns noch tiefer in die Wüste hineinfahren. Die letzte halbe Stunde müssen wir zu Fuß gehen.
Dann erreichen wir den Death vlay, dies ist eine salzverkrustete Lehmsenke, die sich bei den seltenen Regenfällen (ca. alle 10 Jahre) in einen kristallblauen See verwandelt, der wegen des Lehmuntergrunds nicht versickert, sondern verdunstet und so die nächste Salzkruste zurück lässt.

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