Katutura
- 22. Juni 2015
- 2 Min. Lesezeit

Am Sonntag morgen dürfen wir am Gottesdienst der Macedonia Church in Katutura teilnehmen.
Früh brechen wir auf,denn der Gottesdienst beginnt um 8.00 Uhr
Und wir sind dann natürlich auch um 8.00 Uhr dort. Die Kirche ist zu einem Drittel gefüllt, doch immer noch kommen Besucher in die Kirche. Um 8.15 Uhr beginnen wir zu singen.
Ein Gemeindemitglied begrüßt die Anwesenden.
Seid ihr gut drauf an diesem Sonntag morgen?
Die Gemeinde antwortet mit Ja.
Wollen wir Gott loben an diesem Sonntag morgen? Die Gemeine antwortet wieder mit Ja.

Kombiniert mit der Musik, den tanzenden, klatschenden Leuten, den Zurufen und den begeisterten Antworten vermittelt sich ein wenig der Eindruck von Partystimmung.
Noch immer strömen Menschen in die Kirche. Man macht sich chic Sonntags in Namibia. Die Männer tragen Anzug, oder wenigstens Hemd. Die Frauen namibische Trachten oder für unser Verständnis chicke Abendkleidung.
Um 8.30 Uhr ist die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt.
Alle erheben sich als Pastor Lorenz Kuzatike die Kirche betritt.
Nach der Begrüßung , in der auch wir vorgestellt werden, dürfen zuerst alle, die Geburtstag hatten und dann alle Täuflinge nach vorne kommen. Sie erhalten einen Segen.
Danach wird gefragt ob irgendjemand aus der Gemeinde etwas sagen möchte.
Jeder kann vortreten und zur Gemeinde sprechen,ein Mann macht davon Gebrauch.
Danach ähnelt der Gottesdienst dem unseren, nur viel lebendiger und intensiver. Jede Lesung wird mit Bibelstelle angesagt, so dass jeder das Gesprochene in seiner Sprache nachlesen kann.
Vor der Predigt wird gefragt, welche Sprachen die Anwesenden wünschen. Es wird in Englisch gepredigt und in 2 Stammessprachen übersetzt.
Wenn gesungen wird braucht niemand ein Buch, laut erhebt sich der Lobgesang, der immer nur aus wenigen Versen besteht und oft wiederholt wird.
Auch wir spielen 2 Lieder und bekommen dafür von allen Frauen ein Danklied uns zu Ehren gesungen. Heute ist ein besonderer Tag. Father's day. Und so werden zum Schluss alle Väter beschenkt und gefeiert.
Und dann müssen wir schmunzeln. Teenager kommen nach vorne und lassen sich die Teilnahme am Gottesdienst unterschreiben auf einem Ausweis, der unseren Konfipässen verdächtig ähnelt.
Der Gottesdienst dauerte nur 3 Stunden, da die Kirche mit ihren ca. 500 Plätzen nicht ausreicht und so um 11.00 noch ein zweiter Gottesdienst stattfindet.
Wir sind eingeladen noch ein wenig zu bleiben. Im Kirchhof sitzen die Menschen zusammen.
Die Kinder umringen uns. Wir sind exotisch. Besonders begeistern sie unsere Haare, so weich und schön. Besonders Kim muss Haare lassen. Jedes Mädchen ist glücklich ein Haar von ihr zu bekommen, dass so unvorstellbar lang ist.
Zwischen den Erwachsenen finden Gespräche über Berufe, die Unterschiede der Länder und Kulturen und immer wieder über das Wetter statt. Für Namibianer ist es unvorstellbar, dass wir den Winter nicht als kalt empfinden, da er wärmer ist als unser Sommer.
Die Gespräche sind toll, aber wir müssen los.
Ein weiter Weg liegt noch vor uns denn wir müssen heute noch nach Solitaire.

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