Namibischer Boden
- 19. Juni 2015
- 2 Min. Lesezeit

Um 5.05 Uhr namibischer Zeit ist es endlich soweit.
Wir betreten namibischen Boden.
Wir hatten einen ruhigen und angenehmen, aber schlaflosen Flug.
Doch noch verdrängt das Adrenalin die Müdigkeit.
Doch dann heißt es warten.
Auf dem Rollfeld warten wir auf die Einreiseabfertigung in das Gebäude können. Die Temperatur beträgt 1°C. Wir warten aufs Gepäck, wir warten auf unseren Guide, wir warten auf unsere Autos.
Zwischendurch erleben wir den Sonnenaufgang. Ein toller Start für unser Abenteuer.
Um 8.30 Uhr fahren wir endlich am Flughafen los und sind eine halben Stunde später in unserer Unterkunft.
Dort steht auch unsere Kiste mit den Instrumenten.
Nach einer Stunde Pause checken wir die Anlage und Proben bis zum frühen Nachmittag.
Am Nachmittag fahren wir in die Innenstadt von Windhoek. Es ist seltsam. Wir fallen total auf.
Bei 25°C sind wir die Einzigen, die Sommersachen tragen. In kurzärmlig sieht man niemanden und in den Schaufensterauslagen gibt es Daunenjacken, Mützen und Schals. Winter eben.
Zu müde für Programm beschließen wir uns im Stadtpark in die Sonne zu legen.

Dort lernen wir Paulus kennen und sind sofort tief drin in der namibisch deutschen Geschichte.
Paulus ist eines der DDR Kinder von Namibia. Außerdem ist er Musiklehrer in Windhoek und hat eine eigene Band. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten Interessiert uns brennend seine Vergangenheit. Schon in der Vorbereitung auf diese Reise haben wir uns mit der Lebensgeschichte von Lucia Engombe befasst, die wie Paulis und viele andere namibische Kinder in der DDR bei Pflegeeltern aufgewachsen ist und mit der Wiedervereinigung Deutschlands nach Namibia zurückgeschickt wurden. Über ihr Leben hat sie ein Buch geschrieben „Kind Nummer 95“, und sich mit Paulus (der übrigens Kind Nr.11 war) und einigen anderen zusammengeschlossen, um dieses Thema für die Menschen greifbar zu machen. Der Austausch mit Paulus war eine tolle Erfahrung und wir sind gespannt was / wer uns als nächstes begegnet.

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